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Zur vergleichenden Entwicklungsgeschichte der Paraphyse bei Vögeln

Research paper by W. Stockem, W. Weber

Indexed on: 01 Jun '66Published on: 01 Jun '66Published in: Anatomy and embryology



Abstract

Die Paraphyse wird bei allen vier untersuchten Aves-Arten am 4. Tag nach Brutbeginn als solide Verdickung des rostralen Laminaepithels des Velum transversum angelegt. Das Organ erreicht bereits nach wenigen Tagen seine maximale Ausprägung und fällt danach — außer bei Gallus — degenerativen Prozessen zum Opfer.Die Ontogenese der Vogelparaphyse stellt nur in den ersten Stadien eine partielle Rekapitulation der Verhältnisse bei Amphibien dar und ist danach nicht mehr mit der Entwicklung des Organs in dieser Wirbeltierklasse vergleichbar.Eine ähnliche funktionelle Bedeutung des Organs wie bei den Amphibien läßt sich bei den Vögeln nicht nachweisen. Die im Zusammenhang mit der Desintegration der Paraphyse stehenden morphologischen (Bildung von Cysten) und histologischen (Vacuolisierung) Veränderungen werden im Hinblick auf entsprechende Befunde anderer Autoren bei Wirbeltieren und beim Menschen diskutiert.