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Zur Physiologie des intermediären Stoffwechsels bei Zuckerbelastung

Research paper by G. D. Obraszow, M. N. Kallinikowa, E. T. Minker-Bogdanowa

Indexed on: 01 Dec '30Published on: 01 Dec '30Published in: Zeitschrift fur die gesamte experimentelle Medizin einschliesslich experimentelle Chirurgie



Abstract

1. Bei normalen Kindern ruft die Zuckerbelastung außer Zuckersteigerung noch eine Reihe von Veränderungen anderer Blutbestandteile hervor.2. Nach Zuckerbelastung wird meistens parallel der Hyperglykämie eine Abnahme von Neutralfett, Cholesterin und Amylase beobachtet; die Lipase ist gleichfalls an dieser Blutreaktion auf die Zuckerbelastung beteiligt, aber in einer weniger standhaften Form; der Reststickstoff hat ebenfalls Anteil an dieser Reaktion.3. Außer der häufigsten Form der Fett- und Cholesterinreaktion auf Zuckerbelastung — Verminderung deren Gehaltes im Blute — gibt es auch bei Gesunden Fälle, wo keine umgekehrten Veränderungen dieser Blutbestandteile oder ihre parallele Steigerung mit dem Zucker beobachtet werden.4. Unter dem Einfluß der Zuckerbelastung wird der Wassergehalt des Blutes nicht verändert.5. Es läßt sich voraussetzen, daß in der Verminderung des Blutcholesterins der Organismus über einen der Mechanismen zur Regulation des osmotischen Druckes und des Wassers bei Hyperglykämie nach Zuckerbelastung verfügt.6.Rubners Isodinamiegesetz der Nahrungsstoffe ist wahrscheinlich auch für die Veränderung der Blutbestandteile nach Zuckerbelastung geltend.