Quantcast

Zur Physiologie der Mastzellen als Träger des Heparins und Histamins

Research paper by E. Werle, R. Amann

Indexed on: 01 Jun '56Published on: 01 Jun '56Published in: Klinische Wochenschrift



Abstract

Mastzellenreiche Gewebe besitzen keine oder keine nennenswerte Fähigkeit zur Bildung von Histamin aus Histidin.Heparin vermag Histamin und andere Di- und Polyamine zu binden. Das in vitro ermittelte Bindungsverhältnis zwischen Heparin und Histamin entspricht größenordnungsmäßig dem Mengenverhältnis, in welchem Heparin und Histamin aus Geweben extrahierbar sind.Di- und Polyamine lösen am frisch isolierten Meerschweinchendarm eine histaminartige Kontraktion aus, die auf eine Verdrängung des Histamins vom Heparin der Mastzellen der Darmmucosa zurückgeführt wird.Es wird der Schluß gezogen, daß das Histamin der Mastzellen und so der weitaus überwiegende Teil des Gewebshistamins als Heparinat vorliegt.Zusammenhänge unserer Befunde mit der Histamin-und Heparinausschüttung in vivo werden diskutiert.