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Zur Feinstruktur der Bruchschen Membran nach perforierenden Verletzungen, beim absoluten Glaukom und bei der Retinopathia diabetica

Research paper by Walter Lerche

Indexed on: 01 Mar '67Published on: 01 Mar '67Published in: Albrecht von Graefes Archiv fur klinische und experimentelle Ophthalmologie. Albrecht von Graefe's archive for clinical and experimental ophthalmology



Abstract

Die Feinstruktur der Bruchschen Membran wird am hinteren Augenpol, insonderheit im Maculabereich, nach perforierenden Verletzungen, beim absoluten Glaukom und bei der Retinopathia diabetica untersucht. Ausgeprägte Veränderungen bestehen im Aufbau der Membran bei diesen Erkrankungen. Die kollagenen Faserschichten sind von Bläschen, elektronendichten Partikeln, zugrunde gehenden Fibrillen und von wabenförmigen Gebilden durchsetzt. Auch der elastische Gewebszug kann ebenso wie die Basalmembran der Pigmentepithel- und Endothelzellen mit in den Umbauprozeß einbezogen sein. Drusen finden sich nach längere Zeit zurückliegenden Erkrankungen vorwiegend in der inneren, kollagenen Faserschicht der Bruchschen Membran.Die Untersuchungen zeigen, daß bei den einzelnen Krankheitsbildern die Bruchsche Membran und ihre angrenzenden Schichten unterschiedlich beteiligt sind. Die erhobenen Befunde deuten ferner darauf hin, daß die morphologischen Substrate in der Bruchschen Membran und in den Basalmembranen von der Art und Dauer der Erkrankung sowie vom Lebensalter der Patienten abhängig sind. Als krankheitsspezifische Zeichen können diese Veränderungen nicht aufgefaßt werden, da sie auch im hohen Alter ohne äußere Krankheitsursachen anzutreffen sind.