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Zum Einfluß der alimentären Vitamin-B6-Versorgung während Gravidität und Laktation auf die Aktivität spezifischer Transaminasen laktierender Ratten

Research paper by D. A. Roth-Maier, J. Benedikt, M. Kirchgeßner

Indexed on: 01 Sep '96Published on: 01 Sep '96Published in: European Journal of Nutrition



Abstract

80 weibliche Sprague-Dawley-Ratten mit einem mittleren Deckgewicht von 257 g erhielten während der Gravidität eine semisynthetische Diät mit fünf verschiedenen Vitamin-B6-Zulagestufen von 0,6; 3; 6; 18 und 180 mg/kg Diät. Die tägliche Futtermenge betrug 14 g pro Tier. Mit Beginn der Laktation wurden die Tiere jeder Zulagestufe auf die zwei Zulagestufen 3 mg und 6 mg Vitamin B6/kg Diät verteilt und das Futter ad libitum angeboten. Am 14. Tag der Laktation wurden die Tiere dekapitiert. Der Vitamin-B6-Status der Ratten wurde anhand der Aktivitäten der Aspartat-Amino-transferase (AST) und der Alanin-Aminotransferase (ALT) im Plasma, den Erythrozyten und der Leber bestimmt.Die Aktivität der AST im Plasma am 14. Tag der Laktation lag im Durchschnitt bei 549 U/l, in den Erythrozyten bei 1 939 U/l und in der Leber bei 106 U/g FM. Die ansteigenden Vitamin-B6-Zulagen während der Gravidität verursachten im Plasma zwischen der geringsten und der höchsten Zulage eine Erhöhung der Aktivität um 56 %, in den Erythrozyten um 4 % und in der Leber um 43 %. Die Erhöhung der Vitamin-B6-Zulage während der anschließenden Laktation bewirkte eine Zunahme im Plasma im Mittel um 19 %, in den Erythrozyten um 13 % und in der Leber um 24 %. Überproportionale Aktivitätserhöhungen ergaben sich bei einer defizitären Zulage (0,6 mg Vitamin B6/kg Diät) während der Gravidität und anschließend bedarfsgerechter Versorgung (6 mg Vitamin B6/kg Diät) während der Laktation. Eine suboptimale Vitamin-B6-Versorgung (3 mg Vitamin B6/kg Diät) während der Laktation konnte durch vorangegangene bedarfsgerechte Versorgung während der Gravidität ausgeglichen werden. Die Ergebnisse der Aktivitätsmessungen der ALT zeigten keine signifikanten Einflüsse der alimentären Vitamin-B6-Versorgung, was durch eine höhere Coenzymabsättigung erklärt werden kann.