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Zivilgesellschaftliche Beteiligung in der Altersspanne von 13 und 32 Jahren – Entwicklung, Bedingungsfaktoren, Kontexte

Research paper by Martina Gille, Johann de Rijke, Wolfgang Gaiser

Indexed on: 11 Nov '11Published on: 11 Nov '11Published in: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft



Abstract

Aktivsein in zivilgesellschaftlichen Organisationen jenseits privater Kontexte drückt sich aus in vielfältigen Formen von Engagement und Partizipation. Auf persönlicher Ebene fördert es in Lernkontexten die Identitätsentwicklung, Fähigkeit der Perspektivenübernahme und soziale Kompetenz und ist insofern bedeutungsvoll gerade für Heranwachsende im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt. Auf der Ebene von Organisationen verstärkt zivilgesellschaftliche Beteiligung die Integration und dynamische Anpassung von Institutionen an sich wandelnde Umwelten, auf der Makroebene den sozialen Zusammenhalt. Die Kontexte von Beteiligung sind vielfältig: nicht nur in Bildungsinstitutionen und der Arbeitswelt, sondern auch in Vereinen, Verbänden und Organisationen sowie weniger formalisierten Gruppierungen, die sich für soziale und politische Belange einsetzen. Für solche Formen zivilgesellschaftlicher Beteiligung spielen soziostrukturelle und motivationale Faktoren eine Rolle sowie die soziale Vernetzung. Zudem lässt sich eine gegenseitige Verstärkung von Beteiligung in den unterschiedlichen Kontexten nachweisen. Dieses sind Ergebnisse des DJI-Surveys AID:A 2009 „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“.