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Weitere Untersuchungen über die Wirkung intravenöser Injektionen von Lipoidsubstanzen auf den Leukocytengehalt des Blutes

Research paper by N. Okuneff

Indexed on: 01 Dec '24Published on: 01 Dec '24Published in: Research In Experimental Medicine



Abstract

1. Die Wirkung der Lipoide im Sinne einer Vermehrung des Leukocytengehaltes des Blutes kann sich auch auf den zweiten, bisweilen auch auf den dritten Tag nach der intravenösen Injektion erstrecken.2. Die am zweiten (bzw. dritten) Tage nach der Injektion der Lipoide beobachtete Leukocytose kommt zustande in erster Linie auf Kosten der polymorphkernigen Leukocyten. Dabei können aber einige Lipoide auch eine geringe Vergrößerung der Anzahl von Lymphocyten bewirken.3. Die geringe Zunahme der Anzahl der Lymphocyten in späterer Zeit nach der Injektion einiger Lipoide kann durchaus nicht als „spezifisch charakteristische“ Erscheinung bezeichnet werden, da sie auch nach der Injektion einiger Eiweißstoffe (Casein) beobachtet wird.4. DieBergelsche Auffassung konnte in direktenlange genug dauernden Versuchen mit intravenösen Lipoidinjektionennicht bewiesen werden. Letztgenannte Versuche zeigten, daß auf die Einführung fettartiger Substanzen am meisten gerade diejenigen Zellformen reagieren, die überhaupt bei verschiedenen Leukocytosen das mobilste Element darstellen, nämlich die mehrkernigen Leukocyten.5. Die für die Einführung ins Blut der Wachslipoiden der Tuberkel bacillen charakteristische allgemeine Leukopenie und polymorphkernige Leukocytose konnten beim Gebrauche sowohl kleinerer als auch größerer Mengen von Lipoiden beobachtet werden. Auch in späterer Zeit nach der Injektion der betreffenden Lipoide tritt keine Lymphocytose ein.6. Die Einführung ins Blut von Lipoidsubstanzen ruft eine schwächere leukocytäre Reaktion nach sich als die Einführung von Eiweißstoffen. Vor allem ist in diesem Falle die Vergrößerung der Anzahl der mehr kernigen Leukocyten kleiner.