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Wachstum bei Störungen und Normvarianten der Pubertät

Research paper by G. Binder, M. Bettendorf; H.-G. Dörr; B. P. Hauffa; T. Reinehr; A. Richter-Unruh; T. R. Rohrer; J. Wölfle

Indexed on: 14 Dec '17Published on: 06 Nov '17Published in: Monatsschrift Kinderheilkunde : Organ der Deutschen Gesellschaft fur Kinderheilkunde



Abstract

Zusammenfassung Hintergrund Störungen der Pubertät können das Wachstum beeinflussen. Fragestellung Wie wirken sich Pubertas praecox, konstitutionelle Verzögerung von Wachstum und Pubertät (KEV) und Hypogonadismus auf Wachstumsgeschwindigkeit, Knochenreifung und Erwachsenengröße aus, und wann besteht Behandlungsbedarf' Material und Methoden Die vorliegende Arbeit basiert auf den Ergebnissen eines Arbeitstreffens von pädiatrischen Endokrinologen. Jeder Autor hat für seine Aufgabe eine aktuelle Literaturrecherche über das Wachstum bei Störungen der Pubertätsentwicklung und deren Therapie durchgeführt. Ergebnisse Pubertas praecox führt in den meisten Fällen unbehandelt zu Kleinwuchs im Erwachsenenalter. Bei frühem Therapiebeginn mit einem Gonadotropin-Releasing-Hormon(GnRH)-Analogon kann eine Erwachsenenkörperhöhe im familiären Zielbereich erreicht werden. Die KEV ist eine langsame Tempovariante des kindlichen Wachstums mit normaler Erwachsenenkörperhöhe; eine Therapie ist nicht erforderlich. Übergewicht kann mit einer Beschleunigung des Wachstums und der pubertären Reifung einhergehen, hat aber auch keinen Einfluss auf die Erwachsenenkörperhöhe. Kinder mit Hypogonadismus erreichen nach medikamentöser Pubertätsinduktion ebenfalls eine normale Erwachsenenkörperhöhe. Komplexere hypothalamisch-hypophysäre Störungen (Hypogonadismus plus Wachstumshormonmangel), wie sie z. B. nach Krebsbehandlung im Kindesalter auftreten können, erfordern eine frühe Diagnose und individualisierte Therapie, damit das Wachstumspotenzial des Patienten erhalten bleibt. Schlussfolgerung Bei früher Diagnostik und regelrechter Therapie von Störungen der Pubertätsentwicklung kann eine Erwachsenengröße im familiären Zielbereich erreicht werden. Zusammenfassung Hintergrund Störungen der Pubertät können das Wachstum beeinflussen. Fragestellung Wie wirken sich Pubertas praecox, konstitutionelle Verzögerung von Wachstum und Pubertät (KEV) und Hypogonadismus auf Wachstumsgeschwindigkeit, Knochenreifung und Erwachsenengröße aus, und wann besteht Behandlungsbedarf' Material und Methoden Die vorliegende Arbeit basiert auf den Ergebnissen eines Arbeitstreffens von pädiatrischen Endokrinologen. Jeder Autor hat für seine Aufgabe eine aktuelle Literaturrecherche über das Wachstum bei Störungen der Pubertätsentwicklung und deren Therapie durchgeführt. Ergebnisse Pubertas praecox führt in den meisten Fällen unbehandelt zu Kleinwuchs im Erwachsenenalter. Bei frühem Therapiebeginn mit einem Gonadotropin-Releasing-Hormon(GnRH)-Analogon kann eine Erwachsenenkörperhöhe im familiären Zielbereich erreicht werden. Die KEV ist eine langsame Tempovariante des kindlichen Wachstums mit normaler Erwachsenenk