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Wachstum bei Störungen der Schilddrüsenfunktion im Kindes- und Jugendalter

Research paper by M. Bettendorf, G. Binder; B. P. Hauffa; J. Pohlenz; T. R. Rohrer; C. Schöfl; H. G. Dörr

Indexed on: 10 Aug '16Published on: 01 Aug '16Published in: Monatsschrift Kinderheilkunde : Organ der Deutschen Gesellschaft fur Kinderheilkunde



Abstract

Zusammenfassung Hintergrund Störungen der mütterlichen und kindlichen Schilddrüsenfunktion können nicht nur die Reifung des zentralen Nervensystems irreversibel hemmen, sondern auch Wachstum und Pubertät beeinflussen. Fragestellung Übersicht über die Folgen von Schilddrüsenfunktionsstörungen für das Wachstum bei Kindern und Jugendlichen und die Bedeutung einer regelkonformen Therapie. Material und Methoden In diesem Beitrag wird die aktuelle Literatur über das Wachstum bei mütterlichen und kindlichen Schilddrüsenfunktionsstörungen und deren Therapie zusammengefasst. Ergebnisse Jede manifeste, nicht behandelte, konnatale oder erworbene Hypothyreose geht mit einer Verzögerung des Wachstums und der Knochenreifung einher. Bei Kindern mit erworbener Hyperthyreose ist die Körperhöhe bei Diagnosestellung dagegen zu einer größeren Körperhöhe verschoben, die Knochenreife beschleunigt. Rund 20 % der Kinder und Jugendlichen mit Down-Syndrom entwickeln eine primäre Hypothyreose, die sich häufig innerhalb der ersten Lebensmonate (in ca. 5,5 %) manifestiert. Eine regelkonforme Therapie der Schilddrüsenfunktionsstörung kann bestehende Störungen des Wachstums normalisieren. Rund 6 % der Kinder mit Wachstumshormonmangel entwickeln durch eine vermehrte Konversion von T4 zu T3 unter einer Therapie mit Wachstumshormon ein pathologisch niedriges freies Thyroxin (fT4) im Serum. Nach Ausschluss einer sekundären Hypothyreose besteht keine Behandlungsindikation. Schlussfolgerungen Die frühzeitige Diagnose und zeitgemäße, regelkonforme Therapie mütterlicher oder kindlicher Störungen der Schilddrüsenfunktion ist entscheidend, um ein möglichst altersentsprechendes Wachstum der betroffenen Kindern und Jugendlichen zu erzielen. Zusammenfassung Hintergrund Störungen der mütterlichen und kindlichen Schilddrüsenfunktion können nicht nur die Reifung des zentralen Nervensystems irreversibel hemmen, sondern auch Wachstum und Pubertät beeinflussen. HintergrundStörungen der mütterlichen und kindlichen Schilddrüsenfunktion können nicht nur die Reifung des zentralen Nervensystems irreversibel hemmen, sondern auch Wachstum und Pubertät beeinflussen. Fragestellung Übersicht über die Folgen von Schilddrüsenfunktionsstörungen für das Wachstum bei Kindern und Jugendlichen und die Bedeutung einer regelkonformen Therapie. FragestellungÜbersicht über die Folgen von Schilddrüsenfunktionsstörungen für das Wachstum bei Kindern und Jugendlichen und die Bedeutung einer regelkonformen Therapie. Material und Methoden In diesem Beitrag wird die aktuelle Literatur über das Wachstum bei mütterlichen und kindlichen Schilddrüsenfunktionsstörungen und deren Therapie zusammengefasst. Material und MethodenIn diesem Beitrag wird die aktuelle Literatur über das Wachstum bei mütterlichen und kindlichen Schilddrüsenfunktionsstörungen und deren Therapie zusammengefasst. Ergebnisse Jede manifeste, nicht behandelte, konnatale oder erworbene Hypothyreose geht mit einer Verzögerung des Wachstums und der Knochenreifung einher. Bei Kindern mit erworbener Hyperthyreose ist die Körperhöhe bei Diagnosestellung dagegen zu einer größeren Körperhöhe verschoben, die Knochenreife beschleunigt. Rund 20 % der Kinder und Jugendlichen mit Down-Syndrom entwickeln eine primäre Hypothyreose, die sich häufig innerhalb der ersten Lebensmonate (in ca. 5,5 %) manifestiert. Eine regelkonforme Therapie der Schilddrüsenfunktionsstörung kann bestehende Störungen des Wachstums normalisieren. Rund 6 % der Kinder mit Wachstumshormonmangel entwickeln durch eine vermehrte Konversion von T4 zu T3 unter einer Therapie mit Wachstumshormon ein pathologisch niedriges freies Thyroxin (fT4) im Serum. Nach Ausschluss einer sekundären Hypothyreose besteht keine Behandlungsindikation. ErgebnisseJede manifeste, nicht behandelte, konnatale oder erworbene Hypothyreose geht mit einer Verzögerung des Wachstums und der Knochenreifung einher. Bei Kindern mit erworbener Hyperthyreose ist die Körperhöhe bei Diagnosestellung dagegen zu einer größeren Körperhöhe verschoben, die Knochenreife beschleunigt. Rund 20 % der Kinder und Jugendlichen mit Down-Syndrom entwickeln eine primäre Hypothyreose, die sich häufig innerhalb der ersten Lebensmonate (in ca. 5,5 %) manifestiert. Eine regelkonforme Therapie der Schilddrüsenfunktionsstörung kann bestehende Störungen des Wachstums normalisieren. Rund 6 % der Kinder mit Wachstumshormonmangel entwickeln durch eine vermehrte Konversion von T4 zu T3 unter einer Therapie mit Wachstumshormon ein pathologisch niedriges freies Thyroxin (fT4) im Serum. Nach Ausschluss einer sekundären Hypothyreose besteht keine Behandlungsindikation. Schlussfolgerungen Die frühzeitige Diagnose und zeitgemäße, regelkonforme Therapie mütterlicher oder kindlicher Störungen der Schilddrüsenfunktion ist entscheidend, um ein möglichst altersentsprechendes Wachstum der betroffenen Kindern und Jugendlichen zu erzielen. SchlussfolgerungenDie frühzeitige Diagnose und zeitgemäße, regelkonforme Therapie mütterlicher oder kindlicher Störungen der Schilddrüsenfunktion ist entscheidend, um ein möglichst altersentsprechendes Wachstum der betroffenen Kindern und Jugendlichen zu erzielen.