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Vorstellungen zur Therapie von Malignomen mit Krebsdiäten

Research paper by J. Hübner, C. Löser, C. Stoll

Indexed on: 15 Feb '13Published on: 15 Feb '13Published in: Der Onkologe



Abstract

Krebsdiäten beruhen auf der Vorstellung eines „Mangels“ oder „zu viel“ an Nahrungsbestandteilen, welcher dann zur Tumorgenese führt oder wesentlich beiträgt. Entsprechend werden mit der Diät diese Substanzen nicht mehr zugeführt (der Tumor ausgehungert) oder der Mangel ausgeglichen.Die in diesem Beitrag vorgestellten Krebsdiäten wurden mithilfe von Literaturrecherchen und der ESPEN-Leitlinie auf ihre Eignung für Tumorpatienten überprüft.Die laienhaften Vorstellungen stimmen mit wissenschaftlichen Daten zur Kanzerogenese nicht überein. Keine der Krebsdiäten (Rohkost, Heilfasten, Krebskur nach Breuß, Budwig-Diät, Gerson-Regime, Makrobiotik und kohlenhydratarme oder ketogene Kost) sind in kontrollierten klinischen Studien belegt worden. Alle Diäten können (in unterschiedlich starkem bzw. schnellen Ausmaß) zu einer Mangelernährung führen.Tumorpatienten sollte von diesen Diäten abgeraten werden.