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Verkannte Zwerchfellrupturen nach stumpfem Brust-Bauch-Trauma

Research paper by R. M. M. van Loenhout, E. J. Carol, E. J. C. Lubbers, J. F. M. Reinders, C. van der Werken

Indexed on: 01 Sep '87Published on: 01 Sep '87Published in: Unfallchirurgie



Abstract

Die Krankengeschichten von 67 Patienten aus vier Krankenhäusern mit einer traumatischen Zwerchfellruptur wurden retrospektiv ausgewertet. Bei 45 Patienten wurde die Diagnose Zwerchfellruptur innerhalb von 24 Stunden nach dem Unfall gestellt. Bei den restlichen 22 Patienten wurde die Diagnose erst später erörtert. In der ersten Gruppe von 45 Patienten gab es viele schwere abdominale Verletzungen, und in 29% dieser Fälle wurde die Diagnose Zwerchfellruptur rein zufällig während einer Notfallaparotomie aus einem anderen Grund gestellt. In den Fällen bei denen die Diagnose erst zu einem späteren Zeitpunkt erfaßt wurde, wurden die primären Thorax-Röntgenübersichtsaufnahmen nicht genau genug auf pathognomonische Befunde für eine Zwerchfellruptur geprüft. In dieser letzten Gruppe wurden die typischen Merkmale auf der Thorax-Röntgenübersichtsaufnahme meistens erst später bemerkt. Nur einmal führte eine verkannte Zwerchfellruptur zu einer schwerwiegenden Komplikation: wegen Inkarzerierung und Gangrän eines Dünndarmabschnittes mußte eine partielle Dünndarmresektion durchgeführt werden. Bei den übrigen 21 Patienten gab es keine ernsthaften Komplikationen im Zusammenhang mit der verkannten Zwerchfellruptur.