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Vergleichende röntgenologische und morphometrische Untersuchungen bei der Osteoporose

Research paper by F. Kuhlencordt, H. -P. Kruse, C. Lozano-Tonkin, H. Wieners, H. Bartelheimer

Indexed on: 01 Oct '67Published on: 01 Oct '67Published in: Klinische Wochenschrift



Abstract

Auf der Suche nach Verfahren, um eine Osteoporose zu objektivieren, wurden zwei Untersuchungsmethoden gegenübergestellt: die röntgenologische Indexbestimmung nachBarnett undNordin und eine histologisch-morphometrische Methode am Beckenkammcylinder. Hierbei zeigte sich, daß das erste Verfahren in 2 von 17 Fällen mit einer Osteoporose mit sehr ausgeprägtem Befund (Nr. 7 und 10) versagte. Bei vier weiteren Fällen (Nr. 8, 4, 11 und 12) wurde es zweifelhaft, ob die Osteoporose wirklich bestand. Bei der morphometrischen Methode wurden viermal (Nr. 5, 9, 13 und 20) falsch-negative Ergebnisse gewonnen, d. h. eine Osteoporose wurde mit diesem Verfahren nicht erfaßt, die in Wirklichkeit bestand. Zwei weitere Fälle (Nr. 4 und 12) waren vermutlich falsch-positiv, d. h. bei hochgradig pathologischen Werten lag keine so starke Osteoporose vor, wie sie danach zu vermuten gewesen wäre. Beim hypoplastischen Skelet ohne Krankheitswert wurden Werte erhoben, wie sie einer Osteoporose entsprechen. Insofern ist durch die letztgenannte Methode die Gefahr einer Fehldeutung gegeben.Beide Verfahren gestatten die Objektivierung einer Osteoporose mit einer gewissen Fehlerbreite. Für die praktische Anwendung erwies sich, daß die Indexbestimmung ohne größere Arbeit durchführbar ist. Die Morphometrie am Knochencylindermaterial dagegen ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Auf Grund unserer bisherigen Erfahrungen erscheint die frühe Erfassung einer Osteoporose, die sehr wünschenswert wäre, mit diesen Methoden absolut fraglich.