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Untersuchungen zur Knochenmarksmorphologie und zu verschiedenen Hämolysemarkern bei wachsenden Ratten im alimentären Bleimangel

Research paper by J. Eberle, J. Diebold, A. M. Reichlmayr-Lais, M. Kirchgeßner

Indexed on: 01 Dec '96Published on: 01 Dec '96Published in: European Journal of Nutrition



Abstract

Der Einfluß eines alimentären Bleimangels auf die Knochenmarksmorphologie und verschiedene Hämolysemarker im Serum wurde in zwei Wachstumsversuchen und einem Generationenversuch mit weiblichen Sprague Dawley Ratten untersucht. Die Tiere erhielten eine halbsynthetische Diät auf Caseinbasis, die sich nur in der Konzentration an zugelegtem Blei in Form von Pb-II-acetat-3-hydrat unterschied (0 ppb Pb bis 800 ppb Pb). Die Knochenmarksuntersuchungen ergaben einen völlig unauffälligen Befund und zeigten keine Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Blei-Zulagestufen. Bei den Hämolysemarkern deutete sich im Bleimangel eine Erhöhung des freien Hämoglobins im Plasma sowie der Aktivität der Laktatdehydrogenase im Serum und eine Erniedrigung der Konzentration des Haptoblobins im Serum an. Weiterhin war die Aktivität der Glutathionperoxidase und die Konzentration des Glutathions in den Erythrozyten in den bleiarm versorgten Gruppen erhöht. Insgesamt zeigt die Untersuchung, daß die in einer früheren Untersuchung bei Bleimangelratten aufgetretene Panzytopenie nicht auf eine Störung der Blutzellbildung zurückzuführen sein dürfte, während sich aufgrund der gemessenen Hämolysemarker ansatzweise Anhaltspunkte für eine vermehrte periphere Hämolyse ergaben.