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Untersuchungen über die leucinamidspaltende Aktivität in normaler und psoriatisch veränderter Epidermis

Research paper by G. Schwartze

Indexed on: 01 Jul '65Published on: 01 Jul '65Published in: Archives of Dermatological Research



Abstract

Rasiermesserflachschnitte von menschlicher Epidermis wurden mit 0,8 m KCl-Lösung homogenisiert und auf ihre Aktivität gegenüber dem Leucinaminopeptidase-Substrat Leucinamid (LA) geprüft, wobei die angewandte papierchromatographische Methodik größte Sparsamkeit in bezug auf Substrat und Extraktmaterial gewährleistet.Der Vergleich von Extrakten aus Psoriasisherden mit solchen aus unbefallener Psoriatikerhaut und Normalhaut ergab eine erhöhte Fermentaktivität in psoriatisch veränderter Haut, während zwischen unbefallener Psoriatikerhaut und Normalhaut keine signifikante Differenz gefunden wurde.Die erhöhte Fermentaktivität im Psoriasisherd geht einher mit einem erhöhten Gehalt an löslichen, mit hypertonischer KCl-Lösung extrahierbaren Proteinen.Die in einer kleinen Zahl von Versuchen geprüften Extrakte aus Psoriasis-Schuppen zeigten keinen hemmenden Einfluß auf die Aktivität von Extrakten aus normaler Epidermis. Die Schuppenextrakte wiesen selbst eine durchaus meßbare Aktivität gegenüber Leucinamid und Leucylglycin auf.Die Versuche zur näheren Charakterisierung der gemessenen LA-Spaltung legen nahe, daß diese mindestens zu einem Teil auf eine Leucinaminopeptidase-Wirkung zurückzuführen ist. Dafür sprechen das pH-Optimum, die Aktivierbarkeit durch Mn- und Mg-Ionen, die gegenüber 38°C erhöhte Aktivität bei 56°C und die Lagerungsstabilität eines Teils der Aktivität.