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Untersuchungen über den Gasaustausch im Höhenklima bei leichter und schwerer Muskelarbeit

Research paper by H. Herxheimer, R. Kost, K. Ryjaczek

Indexed on: 01 Oct '33Published on: 01 Oct '33Published in: European Journal of Applied Physiology



Abstract

Bei im ganzen 4 Vpn. war der Ruhe-O2-Verbrauch auf dem Jungfraujoch nicht wesentlich verändert. Das reduzierte A.V. war deutlich erniedrigt, und zwar am meisten bei den am wenigsten berggewohnten Vpn. Im Laufe der Akklimatisation stieg das A.V. bei allen Vpn. etwas an, was im Sinne einer gesteigerten Reizbarkeit des Atemzentrums gedeutet wird.Der Arbeits-O2-Verbrauch bei gewöhnlicher Arbeit war bei allen Vpn. anfangs erhöht, um nach wenigen Tagen auf die Tieflandwerte abzusinken und dort zu verharren; bei maximaler Arbeit verhielten sich 2 Vpn. ähnlich, aber eine davon kehrte nicht ganz zum Tieflandniveau zurück, das freilich auch nach der Rückkehr aus dem Höhenklima nicht mehr erreicht wurde. Die beiden anderen Vpn. zeigten in den ersten Tagen einen deutlichen Anstieg, der sich dann zurückbildete, auch hier bei der einen nicht völlig; auch diese erreichte später ihren früheren Tieflandwert nach der Rückkehr nicht wieder.Die wesentlichen Unterschiede im O2-Verbrauch gegenüber den Tieflandwerten ergeben sich erst im Verlauf der Erholung.Das reduzierte A.V. während Arbeit und Erholung war im Verhältnis zum O2-Verbrauch bei allen Vpn. und Arbeitsarten anfangs erniedrigt. Im Laufe der Akklimatisation stieg es an und erreichte (au\er bei 2 Vpn. bei gewöhnlicher Arbeit) die Tieflandwerte.Die Mehrzahl der beschriebenen Akklimatisationsveränderungen waren nach 10–12 Tagen ausgebildet. Andere bedurften längerer Zeit, so da\ auf eine vielwöchige Dauer der akklimatisatorischen Vorgänge im Gasaustausch geschlossen werden kann.