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Untersuchungen über thermo- und photochemische Prozesse beim Absterben der Zellen

Research paper by W. W. Lepeschkin

Indexed on: 01 Aug '38Published on: 01 Aug '38Published in: Protoplasma



Abstract

Als Versuchsmaterial wurde Rindfleisch benutzt. Bei der Abtötung des Muskelgewebes wird 0,89 g Kal. pro g Trockensubstanz des Gewebes freigesetzt. Diese Wärme, die als Todeswärme des Muskelgewebes betrachtet wird, wurde durch die Subtraktion der Wärmemenge erhalten, die bei der Einwirkung des Gemisches von Sublimat und Oktylalkohol auf durch Benzol getöteten Fleischbrei freigesetzt wurde, von der Wärmemenge, die bei der Einwirkung desselben Giftgemisches auf lebenden Fleischbrei produziert wurde, der dabei getötet wurde.Bei der Einwirkung des Giftgemisches auf lebenden bzw. durch Gefrieren und Auftauen beschädigten Fleischbrei war der Unterschied zwischen beiden Wärmemengen gleich 0,3±0,02 g Kal. pro g Trockensubstanz. Diese Wärme wird als Beschädigungswärme des Muskelgewebes betrachtet.Da bei der Herstellung des Fleischbreis ein großer Teil des Sarkoplasmas abstirbt und da das Sarkoplasma nur 25 bis 30 % der Muskelfasern beträgt, so ist die Todes- bzw. Beschädigungswärme des Muskelgewebes hauptsächlich die der Muskelfibrillen, die als eine Art der lebenden Materie zu betrachten sind.