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Untersuchungen mit nichtwässerigen Flüssigkeiten.

Research paper by Masaji Seki

Indexed on: 01 Jun '37Published on: 01 Jun '37Published in: Cell and Tissue Research



Abstract

Man läßt pulverförmige Eiweißstoffe (Albumin, Gelatine, Casein Hämoglobin) sich in nichtwässerigen Flüssigkeiten setzen. Das Sedimentvolumen ist von der Art der Flüssigkeit abhängig, und zwar gibt eine Flüssigkeit mit einer niedrigen DEK im allgemeinen ein dichtes, kleines Sedimentvolumen.Solche nichtwässerigen Flüssigkeiten, welche sich leicht mit Wasser mischen und zugleich ein kleines Dipolmoment besitzen, haben fixative Wirkung auf die frischen Erythrocyten. Es sind Methylalkohol, Äthylalkohol, Aceton und Dioxan. Lufttrockene Blutausstriche werden auch durch sie wasserunlöslich gemacht, Aceton ausgenommen, welches in wasserfreiem Zustand geringere fixative Wirkung hat. Ein Zusatz einer kleinen Menge Wasser erhöht aber die fixative Wirkung erheblich nicht nur von Aceton, sondern auch von anderen mit dem Wasser mischbaren Flüssigkeiten.Die Schnelligkeit des Eindringens der mit Wasser mischbaren Flüssigkeiten in frische Organstücke (von Leber und Milz) zeigt die Reihenfolge: Methylalkohol > Äthylalkohol-Eisessig, Äthylalkohol-Eisessig-Chloroform > Äthylalkohol, Aceton > Dioxan > Propylalkohol. Die Schnelligkeit hängt von Viskosität, DEK, Dipolmoment und unter Umständen auch von H-Ionenkonzentration ab. Beim Eingehen durch eine dichte bindegewebige Kapsel ist die Flüssigkeitsreihenfolge anders. Der Äthylalkohol passiert die Kapsel sehr langsam, da das Wasser aus dem Innern des Organstückes verhältnismäßig rasch herausströmt.Die Stärke der Schrumpfung der Organstücke (von Leber, Milz und Sehne) bei der Fixierung ist: Dioxan, Aceton, Propylalkohol > Äthylalkohol > Methylalkohol. Der Methylalkohol, welcher im Lösungsvermögen für Eiweißstoffe dem Wasser am nächsten steht, kann quellend wirken. Die Reihenfolge deckt sich mit derjenigen der DEK. Der Äthylalkohol mit einem Zusatz von Eisessig kann auf Organstücke stark quellend wirken, da der Essig dissoziert und erheblich dipolstärker wird.Elektrochemisch sehr inaktives, fast apolares Olivenöl, osmiertes Fett, Choresterin und Lecithin sind charakterisiert durch eine große Bereitwilligkeit sich in Flüssigkeit mit kleinem Dipolmoment zu lösen.