Quantcast

Über Zwerchfell- und Mittelfell-Bewegung bei Lungenkrebs

Research paper by Max Dahm

Indexed on: 01 Jan '34Published on: 01 Jan '34Published in: Klinische Wochenschrift



Abstract

Bei Bronchialcarcinomen findet sich häufig normale Zwerchfellbewegung oder eine geringere Bewegungsbreite auf der Seite der Erkrankung.Abweichung in der Bewegungsrichtung (paradoxe Bewegung) und Wanderung des Mittelfellschattens sind bei Lungencarcinomen bei ruhiger und tiefer Atmung kein häufiges Vorkommnis.Wohl aber macht sich im Schnupfversuch nach Hitzenberger nicht sehr selten eine paradoxe Bewegung der Zwerchfellkuppe auf der Tumorseite bemerkbar (meist Phrenicusschädigung). Beim Aufschnupfen ist auch das Mediastinalschnellen bei Lungenkrebs ein häufiges Ereignis, bei normaler Bewegungsrichtung der Zwerchfelle in die Tumorseite, bei Schaukelbewegung der Zwerchfelle mit paradoxer Einstellung auf der Seite der Erkrankung in die gesunde Seite.Unter Mediastinalschnellen ist eine Schleuderbewegung aller Mittelfellorgane in die rechte oder linke Seite verstanden oder nur von Gefäßband, Speiseröhre in die linke Seite. Eine Schleuderung von Gefäßband und Speiseröhre nach rechts ist nur dann als krankhaft aufzufassen, wenn auch das Herz an der Seitenbewegung beteiligt ist; denn eine geringe Rechtsbewegung dieser Organe im Schnupfversuch ist beim Lungengesunden häufig.Das Flächenkymogramm hält das Mediastinalwandern ausgezeichnet fest. Es ist gekennzeichnet durch Auftreten einer Schleuderkurve an den Rändern der Mittelfellorgane, wobei die funktionellen Eigenbewegungen von Herz und Gefäßen und die mitgeteilten Pulsationen an der Speiseröhre meist in der Kurve der Pendelbewegung aufgehen.Gleiche Bewegungskurven an den Mittelfellorganen erhält man im Schnupfversuch auch bei einseitig verstärkter Saug- und Zugwirkung anderer Ursachen, Pneumothorax, Verwachsungen mit der Pleura und Verziehungen des Mittelfells bei verschiedenen Erkrankungen.