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Über die Reizwirkung sinusförmiger Wechselströme auf die motorische Großhirnrinde des Kaninchens

Research paper by C. Cüppers, H. J. Müsch

Indexed on: 01 Sep '40Published on: 01 Sep '40Published in: Research In Experimental Medicine



Abstract

Die motorische Region der Großhirnrinde des Kaninchens wird mit sinusförmigen Wechselströmen von 0,1–1000 Hz, sowie mit rhythmischen rechteckigen Stromstößen gereizt. Als Indicator für die Reizwirkung dient die klonische Bewegung einer kontralateralen Extremität.Bei Reizung mit sinusförmigen Wechselströmen treten bei Frequenzen von etwa 10–1000 Hz klonische Zuckungen auf. Bei etwa 70 Hz liegt ein Optimum der Reizwirkung. Unterhalb von 10 Hz ist mit sinusförmigen Wechselströmen keine Reizwirkung mehr zu erzielen. Da mit rhythmischen rechteekigen Stromstößen und mit Induktionsströmen gleicher Frequenz Reizeffekte eintreten, ist die Stromform und nicht die Frequenz Ursache für das Ausbleiben des Reizerfolges.Diese Feststellungen werden bei einer selektiven Reizung innerhalb des Zentralnervensystems beachtet werden müssen. Es wird die Möglichkeit erörtert, daß die Wirkungslosigkeit der extrem langsamen Frequenzen an der Hirnrinde auf eine Hemmung zurückzuführen ist, die von der Anode ausgeht und die von der Kathode ausgehende Erregung an Intensität oder Dauer übertrifft.