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Über den Bindegewebsgehalt des Myokards der linken Herzkammer bei elastischer und unelastischer Koronarsklerose

Research paper by J. Schoenmackers

Indexed on: 01 Aug '66Published on: 01 Aug '66Published in: Basic Research in Cardiology



Abstract

Bei der Integration des Herzmuskels hat sich nachweisen lassen, daß eine normale passive Restfunktion der Koronararterien und auch die elastische Koronarsklerose praktisch niemals mit einer Vermehrung des Bindegewebes einhergeht. Eine Ausnahme bilden natürlich die Narben nach Myokarditis.Wenn die Restfunktion der Koronararterien geringer wird oder sogar verloren geht, nehmen die Fälle mit einer höheren Bindegewebsdurchsetzung zu.Selbstverständlich folgt dem Elastizitätsverlusteiner Koronararterie nicht zwangs läufig eine Erhöhung des Bindegewebsgehaltes.Der Bindegewebsgehalt des Herzmuskels darf als morphologisches Maß der Koronarinsuffizienz angesehen werden. Gleichzeitig kann man am Bindegewebsgehalt des Herzmuskels oft den hämodynamischen Effekt von Kollateralen, intra- und extrakardialen Anastomosen bei Koronarsklerose ablesen.Herztodesfälle sind in der überwiegenden Zahl von einer beträchtlichen Verminderung der Restfunktion der Koronararterien (unelastische Koronarsklerose) abhängig. Die quantitative Durchsetzung des Herzmuskels mit Bindegewebe gibt uns bei Herztod und Herzmuskelinfarkt Auskunft darüber, ob eine Koronarinsuffizienz voraufgegangen ist oder nicht und wie schwer sie gewesen ist.Der Bindegewebsgehalt des Herzens selbst führt in vielen Fällen zu einer Herzinsuffizienz.