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Tryptase, ein Marker für die Aktivierung und Lokalisation von Mastzellen

Research paper by Dagmar Ludolph-Hauser, Franziska Ruëff, Christian P. Sommerhoff, Bernhard Przybilla

Indexed on: 01 Aug '99Published on: 01 Aug '99Published in: Der Hautarzt; Zeitschrift fur Dermatologie, Venerologie, und verwandte Gebiete



Abstract

Die nahezu ausschließlich in Mastzellen exprimierte Serinprotease Tryptase (EC Nr. 3.4.21.59) wird in enzymatisch aktiver Form, gemeinsam mit anderen Mediatoren wie Histamin, während der Mastzelldegranulation in den Extrazellulärraum und die Zirkulation freigesetzt. Aufgrund der Fähigkeit, andere Zellen zu stimulieren, Polypeptid-Hormone zu spalten und Pro-Enzyme zu aktivieren, wird dem Enzym eine Funktion bei Entzündungs- und „Tissue-remodeling”-Vorgängen, d.h. Auf- und Umbau von Gewebe, zugeschrieben. Deswegen könnte Tryptase in der Haut außer bei Mastozytosen und Soforttypreaktionen auch bei weiteren entzündlichen, tumorartigen oder degenerativen Erkrankungen sowie Wundheilungsvorgängen eine Rolle spielen, bei denen Mastzellen akkumulieren und/oder aktiviert werden. Als Marker und Verlaufsparameter von Soforttypreaktionen sowie als Indikator einer Mastzellaktivierung bei anderen Erkrankungen ist extrazelluläre Tryptase offensichtlich empfindlicher und spezifischer als Histamin. Ihre Abwesenheit bei histamin-liberierenden Reaktionen legt eine mögliche Aktivierung von Basophilen nahe. Darüberhinaus ist Tryptase ein sensitiver und spezifischer Marker zur Lokalisation von Mastzellen im Gewebe.