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The mechanism of action of a new low-dosed combined oral contraceptive

Research paper by J. S. E. Dericks-Tan, K. Schneider, H. -D. Taubert

Indexed on: 01 Mar '80Published on: 01 Mar '80Published in: Archives of gynecology



Abstract

Bei zwei Gruppen von Frauen mit normalem Zyklus wurde die Wirkung des neuen niedrig-dosierten Kombinationsprä parats Ovoresta M (37,5 μg Äthinyl Östradiol und 0,75 mg Lynöstrenol) auf die Gonadotropin-Freisetzung und die Follikel-Aktivität untersucht. Unter der Einnahme dieses Präparats vom 1. Zyklustag an war die Gonadotropin-Sekretion gestört und die präovulatorischen LH- und FSH-Gipfel waren unterdrückt. Im Durchschnitt waren die LH- und FSH-Spiegel etwas niedriger als im Normalzyklus; der Unterschied war jedoch nicht signifikant. In einem Fall stieg die Östradiol-Sekretion in Zyklusmitte wie in einem normalen Zyklus an, was auf eine Follikel-Aktivität schließen ließ. Obwohl ein Anstieg des Serum-Ö stradiols auf normale Werte beobachtet wurde, wenn mit der Einnahme des Präparats erst am Tag 10 des Zyklus begonnen wurde (bei 4/5), waren sowohl LH- und FSH-Gipfel als auch die Ovulation unterdrückt (bei 3/4). Die Hypophysen-Reaktion auf 100 μg LH-RH am Tag 21 war beeinträchtigt, wobei die LH-Freisetzung signifikant mit der Serumkonzentration des Östradiols korrelierte.Zusammenfassend läßt sich annehmen, daß niedrig-dosierte orale Kontrazeptiva durch Störung der Follikel-Reifung und Hemmung des präovulatorischen LH-Gipfels wirken.