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Systemischer Lupus erythematodes

Research paper by C. Kneitz, M. Goebeler, H. P. Tony

Indexed on: 01 Dec '03Published on: 01 Dec '03Published in: Der Internist



Abstract

Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine chronische entzündliche Erkrankung mit unbekannter Ursache, die fast jedes Organsystem betreffen kann. Dabei sind junge Frauen häufiger betroffen als Männer. Der klinische Verlauf ist durch Remissionen im Wechsel mit chronischen oder akuten Schüben charakterisiert. Die Diagnose des SLE setzt den Nachweis von typischen klinischen und immunologischen Kriterien voraus. Die Patienten zeigen eine große Bandbreite von Symptomen. Die Prognose ist variabel und abhängig von der Schwere und Art der Organbeteiligung. Eine effektive Behandlung basiert auf einer genauen Erfassung der Krankheitsaktivität aufgrund klinischer Untersuchung, Nachweis von charakteristischen Autoantikörpern wie anti-DNA-Antikörpern sowie der Bewertung von Organfunktionen mit Fokus auf eine Beteiligung von Niere oder ZNS. Das Therapieziel ist eine stabile Remission, die durch immunsuppressive Therapien mit Kortikosteroiden, Antimalariamittel, Azathioprin oder Cyclophosphamid erreicht werden kann. Die Langzeitbehandlung erfordert die Beachtung von Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie, von Infektionen und Auswirkungen einer erhöhten Disposition zur Atherosklerose.