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Synkopen im Kindes- und Jugendalter

Research paper by B.C. Donner, G. Hessling, K.G. Schmidt

Indexed on: 12 May '12Published on: 12 May '12Published in: Monatsschrift Kinderheilkunde : Organ der Deutschen Gesellschaft fur Kinderheilkunde



Abstract

Synkopen im Kindes- und Jugendalter sind häufig und können zu erheblichem Leidensdruck führen. Meist handelt es sich um benigne Regulationsstörungen der Herzfrequenz und des Blutdrucks durch das autonome Nervensystem. Man kann Reflexsynkopen und Störungen der orthostatischen Regulation unterscheiden. Selten liegen potenziell lebensbedrohliche Ursachen zugrunde. Nichtkardiale Ursachen von Bewusstseinsstörungen aufgrund neurologischer, metabolischer oder endokrinologischer Störungen müssen abgegrenzt werden. Die Anamnese ist meist der Schlüssel zum Verständnis der Genese der Synkope und bestimmt die weitere Diagnostik. Therapeutisch reicht bei Kreislaufregulationsstörungen meist ein aufklärendes Gespräch mit Unterweisung in der Durchführung von Allgemeinmaßnahmen aus. Selten ist eine medikamentöse Therapie erforderlich. Eine Schrittmacherimplantation ist bei neurokardiogenen Synkopen mit prolongierter Asystolie in Ausnahmefällen indiziert.