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Synkope im Kindes- und Jugendalter

Research paper by R. Dalla Pozza

Indexed on: 01 Jun '06Published on: 01 Jun '06Published in: Monatsschrift Kinderheilkunde : Organ der Deutschen Gesellschaft fur Kinderheilkunde



Abstract

Die Synkope – ein kurz dauernder, spontan reversibler Anfall von Bewusstlosigkeit – stellt ein häufiges Krankheitsbild im Kindes- und Jugendalter dar. In der diagnostischen Abklärung steht die Unterscheidung zwischen harmloseren, neural vermittelten Ohnmachtsanfällen sowie Synkopen aufgrund organischer Erkrankungen im Mittelpunkt. Mit Hilfe von Anamnese, körperlicher Untersuchung sowie Ruhe-EKG ist sie in vielen Fällen möglich. Weitergehende Untersuchungen sind v. a. bei vermuteter organischer Ursache (neurologisch, kardial, psychiatrisch, endokrinologisch/metabolisch bedingte Synkope) indiziert. Während bei der neural vermittelten Synkope konservative Maßnahmen und ggf. eine medikamentöse Therapie zum Erfolg führen können, steht bei organisch bedingten Anfällen die Behandlung des Grundleidens im Vordergrund. Die Prognose neural vermittelter Synkopen ist exzellent; unter den organisch bedingten Synkopen sind v. a. die kardialen Synkopen wegen ihrer hohen Mortalität hervorzuheben.