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Screening von myopen LASIK-Patienten mit einer gesteigerten epithelialen Wundheilung Quantitative Bestimmung von EGF mRNA in den kornealen Epithelzellen

Research paper by C.P. Lohmann, C. Winkler von Mohrenfels, U. Reischl, A. Muller, J.L. Guell

Indexed on: 01 May '01Published on: 01 May '01Published in: Der Ophthalmologe : Zeitschrift der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft



Abstract

Hintergrund. Bei der Myopiebehandlung mittels LASIK führt eine postoperative Hyperplasie des Epithels zur Regression. Dabei spielt der epidermale Wachstumsfaktor (EGF) eine wesentliche Rolle. Ziel war es, präoperativ die EGF-mRNA-Konzentration in den Epithelzellen der Hornhaut zu bestimmen, um Patienten mit der Tendenz einer erhöhten Wahrscheinlichkeit der Epithelproliferation zu detektieren.Patienten und Methodik. Bei 35 Augen mit einer Myopie von − 10,0 dpt wurde vor der LASIK eine Biopsie des Epithels entnommen. Die Konzentration an EGF mRNA in diesen Epithelzellen wurde quantitativ mittels PCR und einem ELOSA-Test bestimmt und mit der Refraktion 6 Monate postoperativ korreliert.Ergebnisse. Bei allen Augen wurde innerhalb der ersten 3 Wochen eine Emmetropie gefunden. Sechs Monate postoperativ lag die Refraktion bei 27 Augen um ±1,0 dpt um Emmetropie, während bei 8 Augen eine Regression von 2,0–4,0 dpt beobachtet wurde. Dabei konnten bei Augen mit Regression deutlich höhere EGF-mRNA-Konzentrationen nachgewiesen werden, als bei Augen mit postoperativer Emmetropie.Schlussfolgerung. Die präoperative, individuelle Konzentration der EGF mRNA in den kornealen Epithelzellen kann möglicherweise als Indikator für den postoperativen Refraktionsausgang der LASIK dienen und eröffnet eine neue Möglichkeit der pharmakologischen Manipulation.