Quantcast

Revision nach fehlgeschlagener HKB-Rekonstruktion

Research paper by T.M. Jung, M. Wagner, A. Lubowicki, A. Weiler

Indexed on: 19 Jul '08Published on: 19 Jul '08Published in: Arthroskopie



Abstract

In Folge der stetig steigenden Anzahl primärer Rekonstruktionen des hinteren Kreuzbandes (HKB) ist zukünftig auch mit einer zunehmenden Häufigkeit notwendiger Revisionen zu rechnen. Die Ziele des Revisionsersatzes orientieren sich an der Stabilisierung des Kniegelenks, der Prävention einer vorzeitigen, sekundären Arthrose und Wiederherstellung der Kniefunktion im Alltag des Patienten. Als Gründe für ein Versagen der primären Rekonstruktion sind zum einen übersehene Begleitinstabilitäten, aber auch chirurgische Fehler hervorzuheben. Daher ist eine detaillierte präoperative Fehleranalyse zwingend erforderlich, mit einem definierten diagnostischen und therapeutischen Algorithmus. Der Behandlungsplan umfasst Überlegungen zur Entfernung vorheriger Verankerungssysteme oder anderer Implantate, die Notwendigkeit eines zweizeitigen Vorgehens, Behandlung von Begleitverletzungen, Transplantatwahl, Positionierung der Bohrkanäle und Verankerung des Transplantats. Tunnelposition und Transplantatverankerung sind, wie auch bei der primären HKB-Rekonstruktion, die entscheidenden chirurgischen Schritte und haben Einfluss auf die Wahl des Transplantats.Grundvoraussetzung für das langfristige Ergebnis eines Revisionsersatzes des hinteren Kreuzbandes ist das Zusammenspiel aus Patientencompliance, erfolgreicher operativer Stabilisierung und einer guten Physiotherapie.