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Phänomenologie der pulmonalen HRCT Definitionen, Differentialdiagnose und klinische Relevanz

Research paper by N. Roos, S. Diederich, M. Lentschig, H. Lenzen, P. E. Peters

Indexed on: 09 Apr '13Published on: 09 Apr '13Published in: Der Radiologe



Abstract

Die hochauflösende Computertomographie (HRCT) hat sich in zahlreichen Studien als bildgebendes Verfahren der Wahl für eine subtile Abbildung der regulären Lungenanatomie – und dabei vor allem ihrer lobulären Architektur – sowie für die Erkennung relevanter krankheitsassoziierter Lungenveränderungen bewährt. Ihre Sensitivität, Spezifität und Treffsicherheit ist diesbezüglich nicht nur im Vergleich zur Thoraxübersichtsaufnahme, sondern auch zur konventionellen CT deutlich überlegen. Da Richtlinien zur standardisierten Beschreibung und Interpretation entsprechender Befunde bisher im deutschsprachigen Schrifttum nicht etabliert wurden, versucht die vorliegende Arbeit, eine an Erscheinungsbild morphologischer Auffälligkeiten (deskriptive Klassifizierung) und deren Zuordnung zu definierten Leitstrukturen des Lungenparenchyms (pathoanatomische Klassifizierung) orientierte Systematik der pulmonalen HRCT-Phänomenologie zu konzipieren. Als Läsionsmuster der Lunge werden retikuläre, noduläre und nichtretikuläre – nichtnoduläre Verschattungen sowie Parenchymaufhellungen differenziert, während die Betrachtung von Veränderungen der Pleura gesondert erfolgt. Im Anschluß an die Darstellung der jeweiligen HRCT-Zeichen findet sich eine Erörterung ihrer Morphologiekorrelation und Differentialdiagnose. Darüber hinaus wird auf Indikationen und wichtige Aspekte des klinischen Stellenwerts dieses Verfahrens hingewiesen.