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Osteoporose und Hormonersatztherapie

Research paper by W. Radkohl, G. Leb

Indexed on: 01 Oct '96Published on: 01 Oct '96Published in: Acta chirurgica Austriaca



Abstract

Der Mangel an Geschlechts-hormonen ist ein kausaler Faktor für die Entstehung der Osteoporose.In einer Übersicht wird der Zusammenhang zwischen Osteoporose und Hormonersatztherapie analysiert.Der Einsatz von Östrogenen setzt eine eingehende Aufklärung der Patientin über Wirkung und mögliche Nebeneffekte voraus, trotzdem ist mit einer größeren Zahl von Therapieabbrechern zu rechnen. Bei Frauen mit erhaltenem Uterus ist die Zugabe von Gestagenen notwendig, die aber keinen zusätzlichen Effekt auf den Knochen bright. Östrogene können bei Fällen mit schwerer Osteoporose auch mit Bisphosphonaten, Calcitonin oder aktivem Vitamin D kombiniert werden. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Knochenstoffwechseltherapie sind die Sicherstellung einer ausreichenden Kalzium-versorgung und körperliche Bewegung. Neue Hormonersatz-präparate mit nur mehr partiellen östrogen-agonistischen Wirkungen auf den Knochenstoffwechsel beeinflussen das Endometrium zum Teil nicht mehr.Eine osteoprotektiv wirkende Östrogen-Ersatztherapie ist bei Patientinnen mit Östrogenmangel und daraus resultierendem, gesteigertem Knochenabbau indiziert, sofern eine verminderte Knochenmineraldichte und/oder zusätzliche Risikofaktoren für Osteoporose bestehen.