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Nachsorge bei TIPSS Vergleich zwischen Farbdopplersonographie und Portographie

Research paper by M. Libicher, B. Radeleff, U. Mädler, U. C. Leutloff, K. Weingard, P. Stegen, G. W. Kauffmann, G. M. Richter

Indexed on: 01 May '98Published on: 01 May '98Published in: Der Radiologe



Abstract

Fragestellung: Vergleich zwischen Farbdopplersonographie und Portographie zur Nachsorge von TIPSS-Patienten. Material und Methoden: In einer prospektiven Studie wurde bei 40 konsekutiven TIPSS-Patienten im Rahmen der Nachsorge eine venöse Portographie und am selben Tag eine Farbdopplersonographie durchgeführt. Innerhalb des TIPSS wurden Flußwerte am Einflußtrakt (portales Segment) und Ausflußtrakt (Lebervenensegment) gemessen. Ergebnisse: Bei 28 Patienten mit unauffälligem Shunt lag die Flußgeschwindigkeit im Einflußtrakt zwischen 30–120 cm/s (Median 60 cm/s), im Ausflußtrakt zwischen 60–155 cm/s (Median 82 cm/s). Im Ausflußtrakt war die Flußgeschwindigkeit signifikant höher als im Einflußtrakt (p<0,001). Bei 12 Patienten mit Shuntdysfunktion war die Flußgeschwindigkeit im TIPSS-Einflußtrakt reduziert auf 26±7 cm/s (p<0,0001). Schlußfolgerung: Aufgrund der Beschleunigung der Flußgeschwindigkeit im Ausflußtrakt ist eine getrennte dopplersonographische Beurteilung beider Shuntenden erforderlich. Bei einer Shuntdysfunktion ist die Flußgeschwindigkeit im Einflußtrakt reduziert. Die Farbdopplersonographie ist als nicht invasive Methode zur TIPSS-Nachsorge geeignet.