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Multimodale Therapie eines exzessiv großen Wilms-Tumors

Research paper by E. Horcher, W. Pumberger, I. Slavc, K. Wandl-Vergesslich, R. Pötter

Indexed on: 01 Jan '97Published on: 01 Jan '97Published in: Acta chirurgica Austriaca



Abstract

Die meisten Wilms-Tumoren werden weltweit entsprechend dem Protokoll der National Wilms-Tumor Study (NWTS) behandelt, welche eine primäre Operation und postoperative Chemotherapie vorsieht, oder entsprechend dem Protokoll der International Society of Pediatric Oncology (SIOP), welche die primäre Chemotherapie für eine Dauer von 4–6 Wochen und erst dann die operative Entfernung des Tumors vorsieht (1, 2). Die primäre Operation wäre im vorliegenden Fall ein absolut zu hohes Risiko gewesen, welche nur im Falle der drohenden Ruptur oder Einblutung überlegt wurde. In diesem Falle hätten die Operation unter kardiopulmonalen Bypass und tiefer Hypothermie bzw. Kreislaufstillstand durchgeführt werden müssen, um den riesigen, stark vaskularisierten Tumor unter kontrollierten Bedingungen entfernen zu können. Glücklicherweise hat die Patientin auf Bestrahlung und Chemotherapie gut angesprochen, so daß die Phase des multiplen Organversagens überwunden und die Patientin einer kontrollierten Operation ohne besonderes operatives Risiko zugeführt werden konnte.