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Morphologie des Biocompound Grafts in der frühen postoperativen Phase

Research paper by H. R. Zurbrügg, V. Düsterhöft, C. H. Mülling, S. Sänger, H. Hausmann, R. Hetzer

Indexed on: 01 Oct '00Published on: 01 Oct '00Published in: Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie



Abstract

Die Biocompound-Methode eröffnet die Möglichkeit variköses Venenmaterial in einen Zustand zu bringen, der die Verwendung als Bypassgraft zulässt. In dieser tierexperimentellen Studie wurden die Veränderungen des Biocompound Grafts (BCG), d.h. die morphologischen Veränderungen der autologen Venenwand nach Arterialisierung während der Einheilungsphase (30 Tage postoperativ) mittels histologischer Aufarbeitung der gewonnenen Präparate untersucht. Der Versuch zeigt den frühen postoperativen Endothelschaden mit beträchtlicher Denudation und anschließender Reendothelialisierung. Beim Biocompound Graft entwickelt sich innerhalb der ersten 30 Tage eine Graftsklerose, die sich im wesentlichen nur quantitativ von der Graftsklerose der nativen Vene unterscheidet. Die Veränderungen sind lokal. An Stellen mit wenig Wandverdickungen und -veränderungen ist die Endothelschicht weniger geschädigt als an Stellen mit maximaler Veränderung. Eine morphologisch weitgehend unauffällige oberste Endothelschicht wird an Stellen mit maximaler Veränderung erst nach ca. einem Monat erreicht. Weshalb der initiale Endothelschaden lokal unterschiedliche Ausmasse erreicht ist nicht klar.