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Mikroangiographische Darstellung der Gefäßversorgung des medialen Kollateralbandes am Kniegelenk

Research paper by T. Ambacher, C. Jurowich, J. Nachtkamp, O. Paar

Indexed on: 01 Mar '00Published on: 01 Mar '00Published in: Der Unfallchirurg



Abstract

Da die Durchblutungsverhältnisse bei Bandrupturen einen wesentlichen Parameter insbesondere bezüglich der Erfolgsaussichten einer chirurgischen Versorgung darstellen, sollte in der vorliegenden Arbeit die Vaskularisation des Knieinnenbandes dargestellt werden. Die spezielle Durchblutungssituation wurde mittels Mikroangiographie an 21 Leichenpräparaten untersucht. Es zeigte sich dabei eine Versorgung von proximal durch 1 oder 2 Hauptgefäßstämme, die bevorzugt in den ventralen Bandanteilen verliefen. Die Gefäßdichte nahm von proximal nach distal sowie von ventral nach dorsal ab. Gefäßfreie Bandabschnitte waren nicht nachweisbar. Aufgrund des proximalen Versorgungstyps kann im proximalen Bandanteil im Vergleich zum distalen Abschnitt mit günstigeren Heilungsvoraussetzungen sowohl nach operativer als auch nach konservativer Therapie gerechnet werden. Dies entspricht den klinischen Erfahrungen. Prognostisch ungünstiger einzustufen sind interligamentäre und distale Bandverletzungen, die insbesondere nach konservativer Behandlung h6auml;ufig unbefriedigende Resultate zeigen. Angesichts der geringeren Vaskularisation der distalen Bandanteile würden wir hier die Bandrekonstruktion mittels Fibrinklebung empfehlen, die eine atraumatische Wiederherstellung ohne die Gefahr der nahtbedingten Gefäßstrangulation erlaubt.