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Management der Immunsuppression nach Nierentransplantation

Research paper by S. Becker, O. Witzke

Indexed on: 20 May '09Published on: 20 May '09Published in: Der Nephrologe



Abstract

Durch die Immunsuppression mit Calcineurininhibitoren (CNI) zusammen mit Glukokortikoiden konnte das Auftreten akuter Abstoßungen nach Nierentransplantation deutlich reduziert werden. Allerdings trägt die Nephrotoxizität der CNI zum chronischen Transplantatversagen bei und die Nebenwirkungen der Glukokortikoide zu einer Verschlechterung des kardiovaskulären Risikoprofils. Beim Absetzen von CNI oder Glukokortikoiden und Fortführen mit DNA-Synthesehemmern bzw. bei der Konversion muss individuell im Hinblick auf das Risiko einer akuten Abstoßung, die Transplantatfunktion und das Nebenwirkungsprofil der Präparate entschieden werden. In Kombination mit Mycophenolatmofetil können CNI sicher reduziert werden, allerdings können diese CNI nicht ersetzen. Eine Konversion von CNI auf mTOR-Inhibitoren ist möglich bei Patienten mit einer GFR >40 ml/min, einem Urin-Protein/Kreatinin-Quotienten ≤0,11 und unter engmaschiger Kontrolle der Transplantatfunktion sowie des Patienten im Hinblick auf mögliche Nebenwirkungen. Eine Vermeidung von CNI- oder Glukokortikoid-basierten Regimen mit Hilfe neuerer Immunsuppressiva ist möglich, allerdings fehlen noch ausreichende Daten für den Langzeitverlauf.