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Leptospireninfektionen bei Kanalarbeitern

Research paper by Gerhard Jungk

Indexed on: 01 Nov '57Published on: 01 Nov '57Published in: International Archives of Occupational and Environmental Health



Abstract

Es wurden 160 Berliner Kanalbetriebsarbeiter anamnestisch nach Krankheiten befragt und ihr Blutserum auf Leptospiren untersucht. Die Zahl der Infektionskrankheiten lag niedrig, sie waren größtenteils vor Eintritt in den Kanaldienst durchgemacht worden. Besonders hoch war der Befall an „Rheuma“ bei sonst überdurchschnittlich gutem Gesundheitszustand. Acht von ihnen hatten eine Weil-Infektion durchgemacht mit noch sicher nachweisbarern Antikörpern im Serum. Fünf davon waren bei entsprechenden Krankheitssymptomen behandelt worden, ohne daß die Diagnose gestellt worden war; bei den drei übrigen fehlten jede Anzeichen einer Erkrankung. Es kommen demnach auch klinisch nicht in Erscheinung tretende Weil-Infektionen vor. Außer einem positiven Titer auf L. grippothyphosa waren die Untersuchungen auf weitere Leptospirenarten negativ.