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Latent-Class-Analyse: Ein Bindeglied zwischen Empirie und Theorie zur quantitativen Erfassung mathematischer Leistungen

Research paper by Michael Kleine

Indexed on: 20 Dec '13Published on: 20 Dec '13Published in: Journal für Mathematik-Didaktik



Abstract

Der Kompetenzbegriff nimmt in mathematischen Vergleichsstudien eine zentrale Stellung ein. Um die Ergebnisse solcher Studien mit großen Stichproben darzustellen, wird das Leistungsspektrum üblicherweise in äquidistante Fähigkeits- bzw. Kompetenzintervalle unterteilt. Offen bleibt jedoch die Frage, inwieweit die gewählte Unterteilung mit empirisch ermittelten Kompetenzwerten korrespondiert. In diesem Beitrag soll mit der Latent-Class-Analyse (LCA) ein methodisches Verfahren vorgeschlagen werden, mit dem es möglich ist aufgrund der qualitativen Klassifikationen mathematischer Fähigkeiten Kompetenzen anhand eines Kriteriums inhaltlich zu beschreiben. Das Verfahren ergänzt dabei das Rasch-Modell zur Quantifizierung von Leistung. Neben den Grundlagen dieser Methode soll exemplarisch der Einsatz einer LCA skizziert werden.