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Kombinierte Kataraktextraktion und Vitrektomie

Research paper by G. Kieselbach, T. Dillinger, M. Kralinger, J. Troger, W. Göttinger

Indexed on: 01 Jun '05Published on: 01 Jun '05Published in: Spektrum der Augenheilkunde



Abstract

Anhand von 132 vitrektomierten Augen, zeitgleich operiert mit Phakoemulsifikation via sklerocornealem Zugang und 40 Augen via CMP (Cool Micro Phaco) werden die Vor- und Nachteile dieser beiden OP-Methoden bei vier verschiedenen Indikationen, die zur kombinierten OP führten, aufgelistet.132 Augen von 125 Patienten, die im Zeitraum 2000–2003 wegen Ablatio, Makulaforamen, diabetischer Retinopathie und diabetischer Makulopathie operiert wurden, sind in diese retrospektive Studie aufgenommen worden. Bei allen Patienten wurde primär die Phakoemulsifikation mit Linsenimplantation vor der Vitrektomie durchgeführt. In insgesamt 12 Augen wurde davor noch eine Cerclage mit einem 4,1 mm Silikonband angelegt. Bei allen Augen wurde eine faltbare oder rollbare Acryllinse in den Kapselsack implantiert, alle Operationen, außer zwei, erfolgten in Lokalanästhesie (Retrobulbärblock). Die größte Gruppe stellten die Diabetiker mit und ohne Makulopathie [61], gefolgt von den Makulopathien [34] und den Ablationes [30] dar.In der Gruppe von 40 Augen mit rein cornealem Zugang (Schnitt von 2,75 respektive 3 mm) zeigen sich bei den Ablationes in einem prozentuell höherem, aber statistisch nicht signifikantem Prozentsatz Vorderkammerabflachungen mit Irisprolaps bei Intentation im Gegensatz zu den Augen mit sklerocornealem Zugang (4,1 mm) mit großer Diagonale des Tunnels.Die Ergebnisse der kombinierten Operationen mit zwei verschiedenen Zugängen zur Katarakt ohne Verwendung einer Naht zeigen keine schweren Nachteile einer Methode, beweisen aber, dass die Mikroinzisionsphako genau so sicher wie die sclerocorneale Öffnung ist.