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Improvement of tissue oxygenation during a 20 days-stay at moderate altitude in connection with mild exercise

Research paper by E. Humpeler, K. Inama, P. Deetjen

Indexed on: 01 Mar '79Published on: 01 Mar '79Published in: Klinische Wochenschrift



Abstract

Bei acht männlichen Probanden wurde der Einfluß eines 20tägigen Aufenthaltes in mittlerer Höhenlage (1740 m) auf die Sauerstoffbindungsfähigkeit des Hämoglobins untersucht. Diese Höhe ist deshalb von besonderem Interesse, weil eine große Anzahl von Menschen dort entweder dauernd lebt oder sich zu Urlaubszwecken aufhält, weil es zahlreiche Hinweise dafür gibt, daß diese Höhen einen „kurativen“ Effekt, besonders bei bestimmten Herz-Kreislauferkrankungen haben können und weil eine Verschiebung der Sauerstoffbindungskurve nach rechts, wie sie bei Aufenthalten in größeren Höhen beschrieben wurde, nur dann für die O2 Versorgung des Gewebes vorteilhaft ist, wenn die arterielle O2 Aufsättigung normal ist, was in mittleren Höhen noch der Fall ist. Bei Berücksichtigung des nicht pH korrigiertenP50-Wertes kam es während der ersten Höhentage zu einer Alkalose-bedingten Zunahme der O2-Affinität, doch war die folgende kontinuierliche 2,3-DPG Zunahme so ausgeprägt, daß nicht nur der Bohr Effekt aufgehoben wurde, sondern es zu einer echten Rechtsverlagerung der Bindungskurve kam, was eine tatsächliche Verbesserung der O2-Versorgung des Gewebes bedeutet. Andere Parameter wie Hämoglobin Konzentration, Hämatokrit, aber auch Kalium und Chlorid zeigten keine signifikanten Veränderungen, während das anorganische Plasmaphosphat während des Höhenaufenthaltes erhöht war.