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Ileumconduitblutungen bei portaler Hypertonie Eine seltene Komplikation

Research paper by M. Böhm, U. Grigoleit

Indexed on: 01 Jul '00Published on: 01 Jul '00Published in: Der Urologe. Ausg. A



Abstract

Das Ileumconduit ist eine einfache und sichere Form der supravesikalen Harnableitung mit einer niedrigen Rate postoperativer Komplikationen. Bei Leberschäden mit portaler Hypertonie ist aber das Risiko rezidivierender, perakuter und transfusionspflichtiger Conduitblutungen erhöht. Während die Diagnose einfach ist, stehen unterschiedliche Therapieoptionen zur Verfügung. Meist liegt die Blutungsquelle in varizenartig erweiterten Gefäßen im Stoma, so daß sich eine lokale Sklerosierung mit 3% Äthoxysklerol oder die Unterbindung des blutenden Gefäßes anbietet. Die Resektion des varizentragenen Conduitanteils ist eine Option bei lebensbedrohlichen Blutungen oder wenn die Blutungsquelle nicht lokalisiert werden kann. Bei häufig rezidivierenden Blutungen muß auch die Aufhebung des Conduits erwogen werden. Ein Malignom muß bei jeder Blutung als Ursache ausgeschlossen werden.