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Hepatogener Diabetes

Research paper by A. F. H. Pfeiffer

Indexed on: 18 Oct '16Published on: 05 Oct '16Published in: Der Diabetologe



Abstract

Zusammenfassung Hintergrund Störungen des Zuckerstoffwechsels kommen überdurchschnittlich häufig bei Patienten mit Leberzirrhose vor, und etwa 30–40 % von ihnen entwickeln einen manifesten Typ-2-Diabetes. Dieser kann eine Konsequenz entweder der Lebererkrankung mit massiver Insulinresistenz oder eines zugrunde liegenden primären Typ-2-Diabetes sein. Blutglukosebestimmung Bei Patienten mit Leberzirrhose sind die Nüchternblutglukosekonzentrationen trotz eines bestehenden Diabetes mit ausgeprägten postprandialen Anstiegen des Glukosespiegels häufig im Normbereich. Deshalb sind orale Glukosetoleranztests nach der Diagnose einer Leberzirrhose obligat. Prognose Diabetes ist ein Faktor für eine erhöhte Mortalität bei und ein gesteigertes Risiko von Komplikationen der Leberzirrhose, einschließlich vorzeitigem Tod, hepatozellulärem Karzinom, hepatischer Enzephalopathie und spontaner bakterieller Peritonitis. Die Therapie des Diabetes, insbesondere mit Metformin und α‑Glukosidase-Hemmern, kann das Risiko für diese Komplikationen reduzieren, sodass die Diagnose dieser Erkrankung wesentliche Konsequenzen hat. Zusammenfassung Hintergrund Störungen des Zuckerstoffwechsels kommen überdurchschnittlich häufig bei Patienten mit Leberzirrhose vor, und etwa 30–40 % von ihnen entwickeln einen manifesten Typ-2-Diabetes. Dieser kann eine Konsequenz entweder der Lebererkrankung mit massiver Insulinresistenz oder eines zugrunde liegenden primären Typ-2-Diabetes sein. HintergrundStörungen des Zuckerstoffwechsels kommen überdurchschnittlich häufig bei Patienten mit Leberzirrhose vor, und etwa 30–40 % von ihnen entwickeln einen manifesten Typ-2-Diabetes. Dieser kann eine Konsequenz entweder der Lebererkrankung mit massiver Insulinresistenz oder eines zugrunde liegenden primären Typ-2-Diabetes sein. Blutglukosebestimmung Bei Patienten mit Leberzirrhose sind die Nüchternblutglukosekonzentrationen trotz eines bestehenden Diabetes mit ausgeprägten postprandialen Anstiegen des Glukosespiegels häufig im Normbereich. Deshalb sind orale Glukosetoleranztests nach der Diagnose einer Leberzirrhose obligat. BlutglukosebestimmungBei Patienten mit Leberzirrhose sind die Nüchternblutglukosekonzentrationen trotz eines bestehenden Diabetes mit ausgeprägten postprandialen Anstiegen des Glukosespiegels häufig im Normbereich. Deshalb sind orale Glukosetoleranztests nach der Diagnose einer Leberzirrhose obligat. Prognose Diabetes ist ein Faktor für eine erhöhte Mortalität bei und ein gesteigertes Risiko von Komplikationen der Leberzirrhose, einschließlich vorzeitigem Tod, hepatozellulärem Karzinom, hepatischer Enzephalopathie und spontaner bakterieller Peritonitis. Die Therapie des Diabetes, insbesondere mit Metformin und α‑Glukosidase-Hemmern, kann das Risiko für diese Komplikationen reduzieren, sodass die Diagnose dieser Erkrankung wesentliche Konsequenzen hat. PrognoseDiabetes ist ein Faktor für eine erhöhte Mortalität bei und ein gesteigertes Risiko von Komplikationen der Leberzirrhose, einschließlich vorzeitigem Tod, hepatozellulärem Karzinom, hepatischer Enzephalopathie und spontaner bakterieller Peritonitis. Die Therapie des Diabetes, insbesondere mit Metformin und α‑Glukosidase-Hemmern, kann das Risiko für diese Komplikationen reduzieren, sodass die Diagnose dieser Erkrankung wesentliche Konsequenzen hat.