Quantcast

Gaswechselwerte bei dosierter Behinderung der Atmung

Research paper by Alfred Lublin

Indexed on: 01 May '36Published on: 01 May '36Published in: Naunyn-Schmiedeberg's Archives of Pharmacology



Abstract

An Hand von Respirationsversuchen konnte in 29 Versuchsreihen gezeigt werden, daß Kranke, bei denen eine Überlastung des kleinen Kreislaufs vorliegt, häufig schon durch eine so geringfügige Erschwerung der Atmung, wie sie durch einen regulären Respirationsversuch hervorgerufen wird, zum Überventilieren veranlaßt werden.Zuweilen tritt diese Erscheinung bei Herzkranken, bei denen eine manifeste Dyspnoe noch nicht besteht, erst bei künstlich erzeugter Erschwerung der Atmung (Auflegen von Gewichten auf die Spirometerglocke des Respirationsapparates) zutage, immerhin schon bei einer Belastung, die von Herzgesunden noch ohne weiteres überwunden zu werden pflegt.Handelt es sich um Fälle, bei denen die Störung im kleinen Kreislauf kardial so gut kompensiert ist, daß noch eine gewisse Kraftreserve des Herzens zur Verfügung steht, so brauchen sich die Versuchsergebnisse bei künstlich erzeugter Erschwerung der Atmung von den bei Herzgesunden ermittelten nicht zu unterscheiden.In jedem Falle mahnen die mitgeteilten Befunde zur Vorsicht bei der Verwertung von Gaswechselwerten zur Errechnung des Grundumsatzes bei Herzkranken.