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Forschung im Fach

Research paper by C. Scholz, K. Friese

Indexed on: 07 Aug '10Published on: 07 Aug '10Published in: Der Gynakologe



Abstract

Positive Veränderungen in unserem Fach wurden immer angestoßen von Menschen, die ihre wissenschaftliche Neugier und Kreativität in den Dienst der Frauengesundheit gestellt haben. Das Leitbild des wissenschaftlichen Arztes, des physician scientist – wenn es denn jemals jenseits romantischer Vorstellungen existiert hat – ist heute gefährdeter denn je. Die hohen Ansprüche an sinnvolle Forschung können nur noch in größeren Verbünden erfüllt werden. In Teilbereichen unseres Fachs gibt es solche Forschungsverbünde, doch vor allem für die Konkurrenz um Forschungsgelder der öffentlichen Hand scheint unser Fach nur mäßig gut gerüstet. Für die Entwicklung von „physician scientists“ müssen die Anforderungen an Forschung und Klinik zeitlich und personell entflochten werden. Eine flexible, aber strukturierte Förderung forschungsengagierter Frauenärzte kann dann den Kontakt zwischen klinischer Kompetenz und wissenschaftlicher Expertise herstellen. Die dargestellten Analysen und Lösungsvorschläge stammen von Mitarbeitern der Universitätsfrauenkliniken München, Düsseldorf, Erlangen, Frankfurt a.M. und Ulm.