Quantcast

Errechnungen des arteriellen Kohlensäuredruckes mittels CO2-Rückatmung und Infrarotanalyse

Research paper by J. Hamm, W. Hammann

Indexed on: 01 Sep '65Published on: 01 Sep '65Published in: Klinische Wochenschrift



Abstract

Der CO2-Druck im gemischten venösen Blut läßt sich bestimmen durch Infrarot-Analyse von Alveolarluft, welche im Rückatmungsversuch (Plesch) mit dem Lungenvenenblut äquilibriert worden ist. Daraus kann man den arteriellen CO2-Druck errechnen, denn nach theoretischen Untersuchungen vonSuskind undRahn ist die arteriovenöse CO2-Druckdifferenz im respiratorischen steady state, unabhängig vom Herzzeitvolumen, mit ungefähr 6 Torr weitgehend konstant.Bei 41 Gesunden und 100 Patienten mit Emphysem lag der auf diese Weise errechnete arterielle CO2-Druck im Mittel 4,2 Torr bzw. 9,8 Torr über dem endexspiratorischen pCO2 bei ruhiger Atmung und 0,4 bzw. 2,3 Torr über dem maximalen endexspiratorischen pCO2.Bei 60 Patienten mit Lungenemphysem und restriktiven Ventilationsstörungen betrug der im arteriellen Blut gemessene pCO2 40,7 Torr, der errechnete arterielle pCO2 41,1 Torr. Bei den 30 Emphysematikern dieser Gruppe ergaben beide Methoden mit 44,9 Torr denselben Wert.Die indirekte Berechnung des arteriellen CO2-Druckes ist einfach und sogar bei Patienten mit schwerem Emphysem und ventilatorischen Verteilungsstörungen zuverlässig, im Gegensatz zu den endexspiratorischen pCO2-Werten der fortlaufenden Infrarot-Analyse von „Alveolarluft“.