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Enantioselektive Synthese und Racemisierung von (−)-Sinoracutin

Research paper by Giulio Volpin, Nynke A. Vepřek, Andreas B. Bellan, Prof. Dr. Dirk Trauner

Indexed on: 01 Jan '17Published on: 19 Dec '16Published in: Angewandte Chemie



Abstract

Sinoracutin ist ein Alkaloid mit ungewöhnlichen strukturellen und biologischen Eigenschaften. Es besteht aus einem einzigartigen tetracyclischen 6/6/5/5-Gerüst mit einem N-Methylpyrrolidinring, der mit einer Cyclopentenoneinheit verbunden ist. Interessanterweise wurden beide Enantiomere von Sinoracutin unabhängig voneinander aus derselben Pflanze isoliert, allerdings nicht in racemischer Form. Hier wird eine Synthese von (−)-Sinoracutin beschrieben, die auf einer diastereoselektiven Pauson-Khand-Reaktion und einer Mandai-Claisen-Umlagerung zur Einführung des quartären Stereozentrums beruht. Die vorliegende Arbeit bestätigt die absolute Konfiguration des laevorotatorischen Isomers und legt nahe, dass die Enantiomerenreinheit des Naturstoffs infolge langsamer Racemisierung variiert. Diese Vorhersage wird durch experimentelle Befunde gestützt, und plausible Mechanismen für die Racemisierung werden vorgeschlagen.