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Einfluß bildgebender Verfahren auf die prämortale Diagnosesicherheit

Research paper by Jürgen Schölmerich, Horst Becher, Walter Witzig

Indexed on: 01 Jul '97Published on: 01 Jul '97Published in: Medizinische Klinik (Munich, Germany : 1983)



Abstract

Zwischen 1972 und 1984 hat sich das diagnostische Arsenal bei Verdacht auf Erkrankungen des Abdomens durch breite Anwendung der Endoskopie, dann der Sonographie und schließlich der Computertomographie wesentlich geändert.Anhand der in den Jahren 1972, 1977, 1981 und 1984 obduzierten Patienten wurde geprüft, wie viele dieser diagnostischen Verfahren jeweils angewandt wurden und inwieweit in den einzelnen Jahrgängen Unterschiede in der prämortalen Diagnose von Veränderungen des Abdomens bestanden.Während die Zahl der Obduktionen abnahm (1972: 113, 1984: 66), nahm die Zahl derangewandten Diagnoseverfahren kontinuierlich zu (94, 107, 118 und 140, das entspricht 0,83, 1,34, 1,76 und 2,12 Verfahren pro Patient). Die prämortale Erfassung der pathologisch-anatomischen Befunde nahm global von 16,8 auf 32,5% zu, wobei diese Zunahme im wesentlichen zwischen 1977 und 1981 erfolgte und durch Befunde an Leber und Galle bedingt war, die mehrheitlich wenig relevant waren.Insgesamt hat die massive Steigerung der Anwendung technischer Verfahren nur einen begrenzten Effekt auf die prämortale Diagnosesicherheit. Die Kosten sind aber erheblich.