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Ein Beitrag zur Ökologie der amerikanischen Schabe Periplaneta americana (Linné 1758)

Research paper by Gustav Lederer

Indexed on: 01 Jul '52Published on: 01 Jul '52Published in: Anzeiger für Schädlingskunde



Abstract

Durch hohe Temperaturen, nicht zu geringe Luftfeuchtigkeit und zweckmäßiges Futter kann die Entwicklung der amerikanischen Schabe auf etwa 12 Monate abgekürzt werden.P. americana verdränge die Population vonB. orientalis undP. surinamensis, währendPh. germanica undP. americana 22 1/4 Jahre in einem Raum bei getrennten Tagesruheplätzen nebeneinander lebten. Vermutlich besteht eine fruchtbare Kreuzungsmöglichkeit zwischenP. americana undP. australasiae.Aktive Auswanderung aus dem Aquariumsgebäude erfolgte nur bei sehr warmem Wetter und großer Bevölkerungsdichte, während die Ausbreitung innerhalb des Gebäudes auch bei geringerer Populationsdichte festzustellen war.Durch Fressen von Kitt, Isoliermasse, appretierter Leinwand, Rinde lebender Terrarienpflanzen, Fleisch, Reptilieneier usw. verursachten sie Schaden. Sehr unangenehm können sie durch Fressen an offenen Wunden werden.Die ganze Population stammt von einem einzigen befruchteten Weibchen. Innerhalb von 22 1/4 Jahren entwickelten sich schätzungsweise 20, in weiteren 9 Jahren 4–5 ineinandergreifende Generationen. Trotz 30jähriger engster Inzucht (Inzestzucht) konnten keine schädlichen Folgen festgestellt werden. Es wird dadurch bestätigt, daß selbst jahrzehntelange engste Inzucht keine schädlichen Folgen für die Nachkommen hat, wenn das Elternpaar bzw. der Verwandtenkreis keine schädlichen Erbanlagen (Genom und Plasmon) besitzt, aufnimmt (somatische Induktion) oder entstehen läßt (Mutation).