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Dosismessungen zum Vergleich von konventionellen und digitalen Panoramaschichtaufnahmen

Research paper by H. Visser, K. P. Hermann, S. Bredemeier, B. Köhler

Indexed on: 26 Jan '13Published on: 26 Jan '13Published in: Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie : MKG



Abstract

Fragestellung: Durch systematische Dosismessungen sollte geklärt werden, ob durch digitale Panoramaschichtaufnahmen gegenüber der konventionellen Technik eine Verringerung der Strahlenexposition des Patienten erreicht werden kann. Material und Methode: Die Dosismessungen erfolgten an einem anthropomorphen Phantom, das speziell für Untersuchungen zur zahnärztlichen Röntgendiagnostik entwickelt worden war. Mit Expositionsbedingungen, die der klinischen Routine entsprachen, wurden Panoramaschichtaufnahmen des Phantoms mit 3 unterschiedlichen konventionellen Geräten (Orthopantomograph 10E, Orth Oralix FD, Siemens Orthophos) und 2 digitalen Geräten (Orthopantomograph 100 Digipan, Siemens Orthophos DS Ceph) erstellt. Dabei wurde die Energiedosis an 28 Messorten am Phantom sowie im Zentralstrahl unter Verwendung von 108 Thermolumineszenzdetektoren bestimmt. Zudem wurden Schaltzeiten, Röhrenspannung und Dosis-Flächen-Produkte registriert. Auf Grundlage der Dosismessungen erfolgte eine Abschätzung der effektiven Dosen. Ergebnisse: Die jeweils höchsten Energiedosiswerte wurden im Bereich der Glandula parotis, im Kieferwinkel, in der Glandula submandibularis und an der Nackenhaut registriert. Bei Verwendung der konventionellen Geräte ergaben sich effektive Dosen von 16–21 μSv, bei den digitalen Geräten von 5 bzw. 14 μSv. Schlussfolgerungen: In Abhängigkeit vom eingesetzten Gerät kann durch digitale Panoramaschichtaufnahmen eine Verminderung der Strahlenexposition des Patienten erreicht werden. Das Ausmaß der Dosisreduktion ist jedoch geringer als beim entsprechenden Vergleich von konventionellen und digitalen Systemen für intraorale Aufnahmen.