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Differenzialdiagnose der anterioren intraokularen Entzündung

Research paper by S. Thurau, U. Pleyer

Indexed on: 12 Dec '16Published on: 30 Nov '16Published in: Spektrum der Augenheilkunde



Abstract

Zusammenfassung Die anteriore Uveitis ist eine visusbedrohende Erkrankung, die uni- oder bilateral auftreten kann. Die Ätiologie ist nicht vollständig geklärt, aber es gibt wichtige Assoziationen mit Systemerkrankungen und infektiöse Ursachen. Die klinische Untersuchung an der Spaltlampe gibt bereits wichtige Hinweise zur Pathogenese und damit zur weiteren diagnostischen Abklärung und Therapie. Eine weitergehende Diagnostik ist meist erst bei Rezidiven erforderlich. Bei den meisten vorderen Uveitiden mit einer autoimmunen Ätiologie ist bereits eine topische Steroidtherapie, begleitet von einer medikamentösen Mydriasis, gut wirksam. Nur selten werden systemische Medikamente erforderlich. Im Gegensatz dazu ist bei infektiösen Ursachen häufig eine systemische Behandlung erforderlich. Mit adäquater Therapie hat die anteriore Uveitis eine gute Prognose, auch wenn nicht immer Komplikationen wie Katarakt, Makulaödem oder ein Anstieg des Intraokulardrucks vermieden werden können.ZusammenfassungDie anteriore Uveitis ist eine visusbedrohende Erkrankung, die uni- oder bilateral auftreten kann. Die Ätiologie ist nicht vollständig geklärt, aber es gibt wichtige Assoziationen mit Systemerkrankungen und infektiöse Ursachen. Die klinische Untersuchung an der Spaltlampe gibt bereits wichtige Hinweise zur Pathogenese und damit zur weiteren diagnostischen Abklärung und Therapie. Eine weitergehende Diagnostik ist meist erst bei Rezidiven erforderlich. Bei den meisten vorderen Uveitiden mit einer autoimmunen Ätiologie ist bereits eine topische Steroidtherapie, begleitet von einer medikamentösen Mydriasis, gut wirksam. Nur selten werden systemische Medikamente erforderlich. Im Gegensatz dazu ist bei infektiösen Ursachen häufig eine systemische Behandlung erforderlich. Mit adäquater Therapie hat die anteriore Uveitis eine gute Prognose, auch wenn nicht immer Komplikationen wie Katarakt, Makulaödem oder ein Anstieg des Intraokulardrucks vermieden werden können.