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Die Wirkung von „Salzsäure-Milch“ auf den Stoffwechsel gesunder Säuglinge im 1. Lebensvierteljahr

Research paper by W. Droese, H. Stolley

Indexed on: 01 Feb '64Published on: 01 Feb '64Published in: Klinische Wochenschrift



Abstract

Es wird untersucht, ob bei 3tägiger Ernährung junger gesunder Säuglinge mit „Salzsäuremilch“ eine kuhmilchreiche oder kuhmilchärmere Nahrung günstigere Voraussetzungen schafft. Unabhängig vom Milchgehalt der Nahrungen kam es bei den Säuglingen auf den Zusatz von Salzsäure (6,0 mÄq/kg/Tag) zu den Milchmischungen zu Störungen des Allgemeinbefindens, Gewichtsabnahme, metabolischer Acidose und Dehydratationserscheinungen. Für das Verhalten des Körpergewichtes während und nach der Acidose erwiesen sich nicht allein Schwankungen im Wasser- und Mineralhaushalt, sondern auch Änderungen in der Nahrungsaufnahme und in der Nährstoffausnutzung verantwortlich. Bei milchreicher Ernährung wurden Ammoniak und Titrationsacidität bei der Ausscheidung des Chlorüberschusses wesentlich rascher und stärker eingesetzt und damit fixe Basen gespart. Dagegen war die Ausnutzung von Fett und Stickstoff im Darm schlechter als bei milchärmerer Ernährung. Die Unterschiede zum Erwachsenen in der renalen Regulation des Chlorüberschusses werden herausgestellt. Abschließend werden die Auswirkungen einer länger dauernden Ernährung junger gesunder Säuglinge mit „Salzsäuremilch“ diskutiert.