Quantcast

Die Wirkung hoher allseitig komprimierender Drucke auf das EEG des Frosches

Research paper by H. Klensch, E. Kuhnke

Indexed on: 01 Jul '53Published on: 01 Jul '53Published in: Pflügers Archiv - European Journal of Physiology



Abstract

Durch Anwendung hoher, allseitiger Drucke auf das Froschhirn im abgetrennten Kopf werden charakteristische Änderungen der Amplitude und Hauptfrequenzen des Frosch-EEGs hervorgerufen.Jede Druckerhöhung ist zunächst von einer Entladung gefolgt, wobei die Muskelaktionsströme aus dem Kopfgebiet die Hirnwellen überdecken. Dann wird die Zunahme der Amplitude und Frequenzen deutlich. Schließlich erfolgt Rückgang in die Ausgangsamplituden und -frequenzen (Adaptation).Ein erneuter Druckanstieg von diesem neuen Druckniveau aus bewirkt den gleichen Vorgang.Die Aktivierung des Frosch-EEGs ist um so deutlicher, je höher und steiler der Druckanstieg ist und je „erschöpfter“ das Präparat, d. h. je geringer die elektrische Tätigkeit vor dem Druckanstieg gewesen ist. Eine Druckerhöhung auf 600 Atm. bringt die elektrische Hirntätigkeit irreversibel zum Erliegen.Der allseitige Druck hat eine erregende und schädigende Wirkung. Die schädigende Komponente ist anscheinend von der Dauer der einzelnen Druckerhöhungen abhängig, die erregende Komponente von der Druckhöhe und der Anstiegsgeschwindigkeit des Druckes.In der segmentalen Querableitung vom isolierten Kopfpräparat und in Versuchen mit successiv fortschreitender experimenteller Zerstörung der Hirnteile erweisen sich die Lobi optici als Hauptursprungsort ableitbarer Hirnpotentiale.